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Gott kann noch heute Tote wieder lebendig machen! (mit den Augen einer Mutter...)
Es war am 16. September 1992 morgens früh - das Telefon klingelte. Ein Anruf aus Neuseeland... Die Stimme am andern Ende der Welt fragte: „Ist Martin Euer Sohn?“ Es schien, als bliebe die Welt stehen, mein Atem wurde schneller, die Hände begannen zu zittern....
„Ihr Sohn Martin“, fuhr die Stimme am Telefon weiter, „hatte einen schweren Autounfall und liegt mit schweren Kopfverletzungen im Spital. Leider liegen uns nicht mehr Informationen vor. Näheres wissen wir erst in 3 Tagen.“ Ich war wie in einem Schockzustand, vor meinen Augen lief ein Film ab und ich war nicht fähig, weitere Fragen zu stellen...
Nun, was war wirklich geschehen (Auszug aus der Pfimi-Zeitschrift Bern): «Claudia und ich waren bereits verlobt, als ich für einige Zeit nach Neuseeland verreiste. Dort herrscht bekanntlich Linksverkehr. Eines Morgens fuhr ich mit meinem Auto auf der falschen Strassenseite los und donnerte nach etwa 500m mit ca. 90 km/h frontal in einen Lastwagen (28t/80km/h). Ich wurde aus dem Auto geschleudert – den Rest der Geschichte kenne ich nur vom Polizeirapport, von meiner „zweiten Mutter“ und Dritten. Offensichtlich lag ich arg zugerichtet am Strassenrand. Man suchte nach meinem Puls, fand keinen und deckte mich mit einer Decke zu. So, wie eben tödlich verunglückte Verkehrsopfer zugedeckt werden. Nach wenigen Minuten kam eine Krankenschwester vorbei und fragte, ob sie helfen könne. Man deutete auf mich mit der Bemerkung, da gäbe es wohl nicht mehr viel zu helfen. Die Krankenschwester verspürte jedoch, dass sie mich trotzdem „checken“ sollte. Auch sie fand keinen Herzschlag und zögerte, auf Grund meines blutverschmierten Gesichtes, mich zu beatmen. Gleichzeitig entdeckte ihr Zwillingsbruder meine Bibel an meiner Seite. Wegen dieser zögerte die Krankenschwester, die selber überzeugte Christin war, nicht länger, mich zu reanimieren und rettete damit mein Leben! Anschliessend lag ich fünf Tage im Koma. Bereits nach zweieinhalb Wochen konnte ich das Spital verlassen. Gott hatte ein Wunder vollbracht!»
Ein Arzt aus der Verwandtschaft konnte herausfinden, in welchem Spital in Neuseeland Martin lag. Was will eine Mutter, wenn Ihr Kind in Schwierigkeiten ist? – Sofort zu ihrem Kind! Doch ich war in dem Moment nicht in der Lage, die lange Flugreise auf mich zu nehmen. Also liessen wir seine Braut Claudia alleine reisen. Durch die Schweizer Botschaft in Neuseeland wurden wir über Martins Gesundheitszustand jederzeit gut informiert.
Wir mussten mit dem Schlimmsten rechnen, nur ein Wunder konnte Martin wieder zurück bringen. Für uns als Familie war es eine sehr schwere Zeit. Die Tage wollten nicht vergehen, doch wir hielten an einem Wunder fest, auch wenn das Auf und Ab der Gesundheit von Martin dagegen sprach. Oft lag ich schwach und kraftlos auf dem Sofa. Doch genau in dieser Schwachheit durfte ich die tröstende Hand Gottes und SEINE Stärke mächtig erleben.
In einer Zeit der Verzweiflung zeigte mir der Herr ein Bild. Ich sah meine Besteckschublade, die ganz ordentlich aufgeräumt war - alles war an seinem Platz. Doch plötzlich kam ein Durcheinander in diese Schublade. Ich fragte Gott: „Herr, was willst du mir damit sagen? Willst Du mein ganzes Leben, meine ganze Familie durcheinander bringen?“.
Doch es war, als würde Gott sagen: „Martin habe ich wunderbar und vollkommen geschaffen, aber durch den Unfall kam ein Durcheinander in seinem Leben!“.
Einen Augenblick später sah ich das Besteck wieder schön ordentlich an seinem Platz.
Eine innere Zuversicht stärkte meinen Glauben, dass es für Gott überhaupt kein Problem ist, Martin wieder ganz herzustellen. Eine wunderbare innere Ruhe und ein beruhigender Frieden kamen über mich. Doch zwischendurch wollte mir die Angst einreden: „Und wenn Martin nicht mehr normal ist oder auf einen Rollstuhl angewiesen sein wird?“. Doch Gottes Stimme in mir übertönte die Angst: „Traust du mir?“.
Weiter stärkte mich der Herr mit Psalm 68,21 und Epheser 5,20:
„Wir haben einen Gott, der da hilft und den HERRN, der vom Tode errettet.“
„Und sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus.“
Gefüllt mit dieser Verheissung und Zuversicht, hielt ich mich an diesen Worten der Bibel fest.
Einmal mehr wurde mir auch bewusst, welchen Reichtum wir in unseren Freunden und unserer Gemeinde haben. Treu standen sie im Gebet hinter uns und haben uns Trost und Hoffnung zugesprochen. Als Familie wurden wir durch diese Gebetsarmee durchgetragen.
Heute ist Martin ein glücklicher Familienvater von vier Kindern.
Es geschehen noch heute Zeichen und Wunder! Jesus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit! Danke, lieber Heiland, hast Du uns Martin erneut geschenkt!
Lektorat: Klaus Pulver
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