Home Über uns mit Gott erlebt Marianne & Eduard Kisser

Wir sind

screenshotDie Pfimi Burgdorf ist eine evangelische Freikirche. Wir sind Menschen aus allen Altersstufen, den unterschiedlichen sozialen Schichten und Beschäftigungen. Zusammen sind wir eine grosse Familie, die sich neben den Gottesdiensten in verschiedenen Gruppen trifft.  

Wir sind dem Gemeindeverband der Schweizerischen Pfingstmission (SPM) angeschlossen.

Marianne & Eduard Kisser Drucken

Marianne

Im Jahr 2011 werden es 50 Jahre sein, dass ich die Pfingstgemeinde in Burgdorf besuche. Wie kam es dazu? Ich wohnte damals in Court, im Berner Jura.

Im Juni 1961 kam ich durch das Zeugnis meiner zukünftigen Schwägerin zum Glauben an Jesus Christus. Damals erlebten wir in unserer Familie eine kleine Erweckung. Zwei meiner Geschwister und meine Mutter fanden mit mir zum Herrn. Im September wurden wir getauft. Da meine zukünftige Schwägerin die SPM-Gemeinde in Burgdorf besuchte, lud sie mich in den Gottesdienst ein. Schon das erste Mal empfand ich innerlich "dieser Gemeinde möchte ich angehören". So suchte ich mir eine Arbeitsstelle im Emmental, die ich auch sehr schnell fand, nämlich in der Migros Burgdorf. Wohnen konnte ich bei der Schwägerin in Burgdorf. Nach ihrer Heirat mit meinem Bruder, zog ich mit ihnen nach Hasle. Obschon die Art der Gottesdienste für mich neu war, fühlte ich mich wohl. Weil wir damals noch keinen Prediger hatten, wurden wir von verschiedenen Pastoren aus dem Kanton betreut. Die Freude war gross, als Trudi und Hermann Müller im Jahr 1963 nach Burgdorf zogen. In diesem Jahr besuchte auch Eduard die Gemeinde.

In all den Jahren durften wir erleben, wie die Gemeinde stetig wuchs. Durch die Predigten, die biblisch fundiert waren, durften wir im Glauben wachsen und zunehmen.

 

Eduard

Ich bin als Deutscher in Polen geboren. 1945 musste meine Mutter mit uns vier Kindern nach Deutschland flüchten. Im Winter wagten wir mit Pferd und Wagen die Flucht. Diese war für uns sehr beschwerlich. Mein jüngster Bruder war damals erst gut ein Jahr alt. Endlich fanden wir einen Ort im Harzgebiet, wo wir ansiedelten. Wir fanden Unterschlupf in einer Kaserne bei Halberstadt. Da wir mittellos waren, mussten wir uns eine neue Existenz aufbauen.

Meine Mutter hatte eine tiefe Beziehung zu Jesus und war eine treue Beterin. Sie bekam auch immer wieder neue Kraft, mit uns Kindern vorwärts zu schauen. Vater war bis 1949 in russischer Gefangenschaft. Obschon wir in der DDR wohnten, konnten wir ein Visa beantragen, um in den Westen zu reisen. Dies konnten wir natürlich nur, solange die Mauer in Berlin noch nicht errichtet war.

In einer Bremer Gemeinde übergab ich als 14-jähriger mein Leben Jesus Christus. Wieder zuhause, wurde nach geraumer Zeit unser Landwirtschaftsbetrieb verstaatlicht. So wurde ich frei, um einer neuen Tätigkeit nachzugehen, die ich als Lastwagenchauffeur in einem grossen volkseigenen Betrieb fand. Kurz vor dem Mauerbau gelang es mir und meinem Freund illegal durch die S-Bahn den Westen zu erreichen. Von Westberlin aus wurden wir in ein Flüchtlingslager in Marienborn ausgeflogen. Nach längerer Zeit erhielt ich alle nötigen Papiere, um mich bei meiner, in Bremen lebenden Schwester abzusetzen. Fast 3 Jahre besuchte ich die Bremer Gemeinde. Durch den Ansporn von Adele Schacks Bruder entschied ich mich, eine gewisse Zeit in die Schweiz zu ziehen. Dort bekamen wir Arbeit bei einem gläubigen Baumeister, der die Pfingstgemeinde in Burgdorf besuchte. Dieses Ehepaar wurde für mich wie Eltern. Dadurch haben sie auch alles daran gesetzt, dass ich den Maurerberuf erlernen konnte. Ich bin Gott so dankbar, ER hat mir alles zurückerstattet, was ich in meiner Kindheit entbehren musste.

Da mein Chef der Onkel von Fredi Schmid war, machte er uns schnell bekannt mit Fredi. In Burgdorf war zu dieser Zeit kein Prediger fest angestellt und Fredi kannte sich  gut aus in den umliegenden Gemeinden. So besuchten wir gemeinsam die Gemeinden in Bern, Thun und Frutigen. Aber in Burgdorf war ich von Anfang an zuhause. Als dann Hermann Müller kam, fing er auch gleich mit der Jugendarbeit an. Er organisierte Wochenendlager. In einem solchen Lager lernte ich Marianne besser kennen - und lieben. Im August 1965 gaben wir uns in der Felsegg das Jawort. In den folgenden Jahren wurde evangelisiert, meistens auch mit anderen Gemeinden zusammen. Zum Beispiel: Mit der Heilsarmee von Langnau fand in Lützelflüh eine Evangelisation statt. Allmählich wuchs die Gemeinde und die Räumlichkeiten wurden zu klein. Als wir 1974 das ehemalige Coop Gebäude kauften, war es für uns als kleine Gemeinde eine riesige Herausforderung. Aber viele Geschwister haben tüchtig mitgeholfen und viel Zeit investiert. Der Mut und das Engagement hat einen grossen Zusammenhalt bewirkt. In ALLEM durften wir des Herrn Freude und Kraft erleben. Was wollten wir jetzt mit diesem grossen Saal?

So wurden wieder Evangelisationswochen durchgeführt, meistens in Zelten. Auch Bibelwochen gehörten dazu. Dadurch durften wir im Glauben wachsen und Krisen überstehen, die nicht ausblieben.

 

Marianne und ich, wir freuen uns, das hundertjährige Bestehen dieser Gemeinde mitfeiern zu dürfen. In den vergangenen fast fünf Jahrzehnten durften wir immer wieder nach Geist, Seele und Leib, für die verschiedenen Dienste, die wir in der Gemeinde getan haben und noch tun, gestärkt werden.  Wir sind Gott, dem Herrn, für alle Segnungen und Führungen in unserem Leben so dankbar. Wir können bezeugen: bis hierher hat uns Gott wunderbar geholfen und IHM wollen wir die Ehre geben!

 

 

Lektorat: Klaus Pulver

 

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